Das Lauschen und Schauen aus dem Gras heraus
und mein Ich staunend auf einer Bank sitzend.
Ein Geschöpf, das sich von der Herde Schritt für Schritt abgeseilt hatte, schnabulierend im hohen Gras oft untertauchte, blieb nach einem tatsächlich längeren Fußmarsch plötzlich mir gegenüber
auf der Wiese stehen und behielt diesen Ort fast eine halbe Stunde lang.
Eine fragende Stille und ein Zugeneigtsein öffnete sich zu mir hin. Diese sanfte Ruhe durchströmte den umliegenden Lebensraum. Das Aufzeigen eines Lebenswegs der schöpferischen Berührung und des
Entgegenkommens.
Vorbeihuschende Fahrräder und Fußläufer waren wie der sanfte Wind. Ein leises Kommen und Weiterziehen.
Das Geschenk eines fragenden Augenblicks. Sehen und gesehen werden. An diesem Tag durch den Blick der Tiere.
(Barbara Kastura)